Zu Gast in Südtirol

Vom 27.10 – 31.10.2018 waren einige Mitglieder unseres Vereins zu Gast in Südtirol, um die besondere Kultur und Geschichte der Region kennenzulernen. Ein besonderes Augenmerk des Alumnitreffens lag auf dem Thema Minderheitenschutz und in welcher Form dieser in Südtirol besteht. Neben diesen Eindrücken gab uns das Treffen natürlich auch Gelegenheit, alte Bekannte wieder zu sehen und neue Kontakte zu knüpfen. Teilgenommen haben 23 Mitglieder unseres Vereins aus Russland, Italien, Deutschland, Ungarn, Polen und der Slowakei. Gesponsert wurde das Treffen vom Land Südtirol, dem Lions Club Merano-Meran Host und der Stadtgemeinde Meran. Übernachtet haben wir in der Jugendherberge Meran.

 

Wenn man unser Alumnitreffen in Südtirol mit einem Wort beschreiben müsste, würde dieses wahrscheinlich „Regen“ lauten müssen. Aber auch dieser ungeplante Nebeneffekt machte unsere Zeit nicht weniger schön. Denn sie war gefüllt mit Besichtigungen in der Region, gemeinsamen Arbeiten zum Thema Minderheitenschutz und unvergesslichen Abenden unter anderem in Restaurants, welche uns die Südtiroler Küche näherbringen konnten. Folgend ein kleiner Überblick über einige der Höhepunkte des Treffens.

 

Vielfältiges Programm

Unter strömendem Regen besichtigten wir die Städte Brixen und Bozen. Von großem Vorteil erwies sich, dass einige der Teilnehmer ortsansässig waren und uns somit Insider-Wissen vermitteln konnten. Besonders in Erinnerung ist mir das Siegesdenkmal in Bozen geblieben. Interessant war es für mich zu hören, wie in Italien mit der Zeit des Faschismus umgegangen wird und eine langjährige Debatte über das Denkmal entstanden ist.

 

Bei eisiger Kälte (und natürlich strömendem Regen) haben wir kurz einen Ausblick vom Sellajoch über die Alpen genossen. Der Sellajoch ist ein italienischer Alpenpass in den Dolomiten. Trotz der Kälte war das eine super Idee, da die Natur gleichzeitig unbeschreiblich gewaltig und beeindruckend wirkte.

Ebenso hatten wir (unter starkem Regen) den Weg zum Messner Mountain Museum gefunden. Dort hatten wir die Gelegenheit, uns mit Magdalena Messner, der Tochter von Reinhold Messner, über die Faszination für den Berg zu unterhalten. Magdalena Messner gab uns Einblicke in die Welt des (Extrem-) Bergsteigens, woraus sich eine angeregte Diskussion über die Lust und den Spaß aber auch über die negativen Seiten und Risiken ergab. Anschließend hatten wir die Gelegenheit, das Museum zu besichtigen, welches Einblicke über den Mythos Berg zum Thema hat.

 

Weiterhin fanden wir (unter heftigen Regenfällen) den Weg zum Schloss Tirol. Dort hielt Dr. Hans Heiss einen Vortrag über die Geschichte Südtirols. In zwei Stunden wurden wir durch die Jahrzehnte gespickt mit Informationen und Ereignissen geführt. Der Rundgang begann mit der italienischen Besetzung der Region 1918, ging dann über die Lage in der Zeit des zweiten Weltkriegs und endete mit der heutigen Situation.

 

Am Abschlussabend bereiteten wir das von den Schulbrücken altbekannte internationale Buffet vor. Nach der Vorstellung der verschiedenen Spezialitäten und Leckereien, bei der auch der Bürgermeister der Stadt Meran anwesend war, haben wir uns alle reichlich den Bauch vollschlagen können. Anschließend hatten wir noch einen fröhlichen letzten Abend und waren traurig, dass unser Treffen schon wieder vorbei war.

 

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass unser Treffen ein voller Erfolg war. Neben den zahlreichen inhaltlichen und kulturellen Eindrücken hat das Treffen den Zusammenhalt des Vereins und unser Netzwerk in Europa weiter gestärkt. Man kann nur dazu ermutigen, sich wie Magda und Malte auch das Herz zu nehmen, ein eigenes Projekt zu organisieren und damit die Idee unseres Vereins lebendig zu machen.

Autor: Julian Kruhmann

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